Hier finden Sie eine kurze Chronik und eine Biographie unseres Schulgründers.

kurze Chronik des Amandus-Abendroth-Gymnasiums

1810
als Höhere Bürgerschule zu Ritzebüttel durch den Hamburger Amtmann Amandus Abendroth gegründet 

1891
Staatliche Realschule mit Lateinabteilung zu Cuxhaven 

1893
erster Abiturjahrgang 

1898
Höhere Staatsschule in Cuxhaven 

1937
Cuxhaven wird preußisch: Staatliche Oberschule für Jungen 

1957
Gymnasium für Jungen, Altsprachliches, neusprachliches und mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium 

1972
Gymnasium Abendrothstraße 

1976
Beginn der Kooperation mit dem Gymnasium Schulstraße (jetzt Lichtenberg-Gymnasium) 

1985
175-jähriges Jubiläum: Amandus-Abendroth-Gymnasium 
  

2003
Auflösung der Orientierungsstufe: Die 5. und 6. Klassen kommen wieder ans Gymnasium. Unsere Schule hat nun 54 Kollegen und ca. 800 Schüler.
  

2006
Der erste Abiturjahrgang macht das Zentralabitur. 

Historisches Emblem der Schule

Amandus Augustus Abendroth
(Reproduktion eines Gemäldes aus dem Hamburger Rathaus)

„Wenn man mit Mut und Hoffnung eine Sache kraftvoll anfängt, so misslingt sie selten.“

(Amandus Abendroth)

Das Schulgebäude 1947
(Reproduktion eines Gemäldes aus dem Hamburger Rathaus)

Mehr zur Geschichte des AAG

Franklin Kopitzsch: Amandus Augustus Abendroth – ein Hamburger Aufklärer, Reformer und Bürgermeister

Franklin Kopitzsch

Amandus Augustus Abendroth –
ein Hamburger Aufklärer, Reformer und Bürgermeister

In der Reihe der großen Hamburger Bürgermeister steht er dem Alphabet nach an vorderster Stelle, der Aufklärer und Reformer Amandus Augustus Abendroth, doch auch dank seiner Leistungen für das Gemeinwesen in Zeiten des Umbruches und des Wandels ist ihm dieser Rang zuzuerkennen. Die Familie Abendroth lässt sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen, Fuhrleute, Bauern, Lehrer und Organisten, Berg- und Stadtschreiber im Erzgebirge finden sich in der Ahnenliste. Abraham Augustus Abendroth, der 1727 in Scheibenberg geboren worden war, zog wie so viele Akademiker aus Mitteldeutschland nach Hamburg, erwarb das Bürgerrecht und wurde ein angesehener Prokurator und Notar, der sich auch als Kenner der Natur und der Geschichte wie als Mitarbeiter an Zeit- Dr. Amandus Augustus Abschriften der Aufklärung einen Namen machte. 1763 heiratete er Johanna Maria Groot aus Bargteheide, 1765 wurde die Tochter Concordia Katharina, am 16. Oktober 1767 der Sohn Amandus Augustus geboren. Wenige Wochen später starb Johanna Maria. Im Jahr darauf verehelichte sich der Notar mit Anna Maria von Borstel, einer Hamburger Kaufmannstochter, die 1768 und 1779 zwei Mädchen gebar. Der Sohn studierte in Erlangen Jura und wurde 1790 in Göttingen zum Doktor der Rechte promoviert. Als Anwalt ließ er sich in Hamburg nieder. 1792 begleitete er seinen Freund, den späteren Senatskollegen Johann Heinrich Bartels nach Italien, als dieser seine Braut aus Venedig heimholen wollte. Abendroth verliebte sich in deren Schwester, Johanna Magdalena von Reck, die Tochter eines in den Reichsadel aufgestiegenen Handelsherrn, und heiratete sie am 6. Oktober 1792 in der alten adriatischen Seerepublik. Das Paar hatte neun Kinder, von denen eine Tochter früh verstarb. In Hamburg engagierte sich Abendroth in der »Patriotischen Gesellschaft von 1765«, dem Mittelpunkt und Motor aller aufkläririschen Reformbestrebungen, und in der 1788 geschaffenen Allgemeinen Armenanstalt, die mit ihren neuen Prinzipien Arbeit statt Almosen, Hilfe zur Selbsthilfe, Zugang zur Bildung für die Kinder der Armen, Selbstverwaltung durch die Bürger und öffentliche Rechenschaftslegung in ganz Europa Beachtung und Nachahmung fand.

Abendroth, der ungern Advokat war, gehörte zu jenen Männern, die durch ihr gemeinnütziges Wirken Aufmerksamkeit und Wohlwollen bei den Stadtvätern fanden. Am 5. September 1800 wurde er in den Senat gewählt. Als die Franzosen 1806 Hamburg besetzten, verwaltete Abendroth die Prätur, ein äußerst arbeitsreiches Amt, das Justiz- und Polizeiaufgaben umfasste und von ihm mit großem Geschick geführt wurde. Drei Jahre später sandte ihn der Senat als Amtmann nach Ritzebüttel, Hamburgs Außenposten an der Elbmündung. Doch als die Franzosen Ende 1810 Hamburg ihrem Reich eingliederten, beriefen sie ihn als Maire zurück. Abendroth entzog sich dieser Aufgabe nicht, wollte vielmehr auch unter den schwierigen, neuen Bedingungen für das Wohl seiner Mitbürger wirken. Die verbliebenen engen Handlungsspielräume nutzte er in diesem Sinn und meisterte auch schwierige Situationen. Nach der ersten Befreiung der Stadt im März 1813 wurde er von Napoleon geächtet, bald darauf jedoch amnestiert. Pasquillen, die nun gegen ihn publiziert wurden, und einer an der Börse angebrachten Schandschrift trat der Senat mit einem ausdrücklichen Lob seiner Amtsführung entgegen. Als die Franzosen Ende Mai 1813 zurückkehrten, wandte sich Abendroth nach Kiel und Doberan in Mecklenburg. Er verfasste im Exil die »Wünsche bey Hamburgs Wiedergeburt« eine der großen Reformschriften in der neueren Stadtgeschichte. Er beeinflusste die intensive Diskussion um Hamburgs Verfassung und Verwaltung, fand große Resonanz bei den Kräften, die auf Veränderung drangen. Abendroth verwarf keineswegs alle von den Franzosen eingeführten Neuerungen. Sein Motto war »Alles prüfen und das Gute behalten«. So wollte er die Trennung von Verwaltung und Justiz nicht rückgängig machen, die den christlichenMinderheiten und den Juden gewährten Rechte in unterschiedlichem Maße belassen, die Schwerfälligkeit des politischen Lebens und die Überalterung mancher bürgerlichen Gremien überwinden, die Finanzen neu ordnen, die politische Teilhabe, auch der Landgebietsbewohner, erweitern. Nur zum Teil ließ sich dies Programm angesichts der beharrenden Kräfte in Senat und Bürgerschaft verwirklichen.

Noch vor der Befreiung Hamburgs Ende Mai 1814 war Abendroth in sein Ritzebütteler Amt zurückgekehrt. Dies war eine Aufgabe, die ihm Gestaltungsmöglichkeiten genug bot. Am 25. Oktober 1814 schrieb er dem Hamburger Buchhändler und Verleger Friedrich Perthes: »Ich leugne nicht, dass ich mich oft freue, hier ohne viel zu fragen Gutes stiften und Saamen ausstreuen zu können, der noch lange und spät Früchte tragen wird.« Vor allem nahm er sich des Armen- und des Schulwesens an. Mit der Gründung des Seebades gelang ihm 1816 eine zukunftsträchtige Innovation, über die er zwei Jahre später bei Perthes & Besser in Hamburg eine ausführliche Werbeschrift erscheinen ließ, in die er auch Georg Christoph Lichtenbergs, des Göttinger Aufklärers und Naturwissenschaftlers, erstmals 1793 erschienenen Aufsatz aufnahm »Warum hat Deutschland noch kein großes öffentliches Seebad?« – »die erste Veranlassung aller Seebäder in Nord-Deutschland und so auch des zu Cuxhaven«.

1821 kehrte Abendroth nach Hamburg zurück und trat an die Spitze der 1814 eingerichteten Polizeibehörde, deren Gründung eine der erfolgreichen Reformen jener Zeit war. Der Historiker Heinrich Reincke schrieb dazu in seiner 1953 veröffentlichten Kurzbiographie: »Seine beispiellose Volkstümlichkeit verdankt er vornehmlich seiner vorbildlichen Tätigkeit als erster Polizeiherr in Hamburg seit 1821, in der er mit weltoffenem Sinn und warmer Menschlichkeit überall eingriff und die Probleme der werdenden Großstadt zu meistern wusste. « Im neuen Amt gewann Abendroth wie Jahre zuvor in der Armenanstalt unmittelbare und tiefe Einblicke in die sozialen und wirtschaftlichen Probleme der Hafen- und Handelsmetropole, Antriebe für sein gemeinnütziges Wirken auch außerhalb der amtlichen Sphäre. Noch 1821 gründete er das »Magdalenen-Stift« für verführte und gefallene Mädchen; 1827 knüpfte er an die erfolgreichste Sozialreform der Aufklärung, die Einrichtung von Sparkassen, an. Die älteste Sparkasse der Welt, 1778 in Hamburg im Rahmen der »Allgemeinen Versorgungsanstalt« entstanden, war 1811 geschlossen worden. Abendroth war in Erich Lüths treffender Charakterisierung für die Erneuerung der geeignetste Mann: »Als Initiator, als Interpret und Werber für die Idee volkstümlichen Sparens und als ein Pionier für den Wiederaufbau seiner Vaterstadt.« Hilfe zur Selbsthilfe war auch hier das leitende Prinzip. 1830 schließlich gründete Abendroth auf dem Valentinskamp die erste Warteschule Hamburgs, die Vorläuferin der heutigen Kindertagesstätten. Ein Jahr später wurde der Maire der Franzosenzeit Bürgermeister und Protoscholarch, also maßgeblich für das Schulwesen verantwortlich. Die Schulverbesserung warschon in seinem Engagement für die Armenanstalt ein bevorzugtes Interessenfeld Abendroths gewesen. Auch begabte Kinder aus den unteren Schichten sollten gefördert werden und höhere Schulen besuchen dürfen. »Aus der dürftigen Klasse sind oft die besten Leute hervorgegangen.« So setzte er 1818 auch gegen den Widerstand Johannes Gurlitts, des Rektor des Johanneums, durch, dass der Sohn eines Gastwirts aus Ritzebüttel ein Stipendium für die hamburgische Gelehrtenschule erhielt.

In seinen 1832 erschienenen »Bemerkungen über die Armenanstalt von 1791 und 1830« sah sich Abendroth gezwungen, von den großen Hoffnungen der neunziger Jahre Abschied zu nehmen. Kranke, Kinder und Alte gelte es zu unterstützten, doch Arbeitslose mit Arbeit zu versorgen, dies sei nicht möglich. Die Dokumente der Hamburger Armenreform, die Diskussionen und Auseinandersetzungen ihrer Protagonisten sind von oft überraschender Aktualität.

Am 17. Dezember 1842 starb Abendroth nach langem körperlichen Leiden. Im Mai seines letzten Lebensjahres hatte der Große Brand deutlich werden lassen, dass Hamburgs Verfassung und Verwaltung durchgreifender Reformen bedurften. Christian Friedrich Wurm, Professor der Geschichte am Akademischen Gymnasium und einer der führenden Köpfe der »Patriotischen Gesellschaft«, eröffnete mit seinem »Ein Wort an meine Mitbürger« die Debatte, einem Heft, »dessen Bedeutung mit Abendroths Reformschrift nach den Freiheitskriegen zu vergleichen ist« . Wurm verfasste zehn Jahre später, nach dem Scheitern der Revolution von 1848/49, an der er als Abgeordneter seiner württembergischen Heimat in der Paulskirche aktiv beteiligt gewesen war, die offizielle Würdigung Abendroths, in Latein, wie dies seit Jahrhunderten üblich gewesen war.

Abendroth blieb zeitlebens den Idealen der Aufklärung verpflichtet. Humanität, Toleranz, Reform waren für ihn prägende und bestimmende Werte. Wo Hilfe zur Selbsthilfe, Hilfe und Betreuung statt Strafe, Zugang zur Bildung möglich waren, wurde er zum Besten des Gemeinwohls und der Einzelnen tätig. Neue Strömungen wie die Erweckungsbewegung blieben ihm fremd, eines ihrer Zentren, die Sonntagsschule in St. Georg, ließ er 1826 polizeilich observieren, waren ihm doch Schwärmerei und Mystizismus zutiefst suspekt. Vorbehalten orthodoxer kirchlicher Kreise war Abendroth bereits 1807 begegnet, als er ärztliche Untersuchungen der Prostituierten einführte. Seine Widersacher sahen darin eine Tolerierung, ja Anerkennung der Unmoral. Persönliches Beispiel, praktizierte Nächstenliebe waren für Abendroth kennzeichnend. Vorurteilen und Aberglauben trat er entschlossen entgegen. Als 1820 ein junger Bursche im Amt Ritzebüttel mit dem Henkersknecht, der zu den Unehrlichen gerechnet wurde, gezecht hatte, wurde er gesellschaftlich geächtet und quasi ausgestoßen. Erst als Amtmann Abendroth in aller Öffentlichkeit mit ihm trank, wurde er wieder aufgenommen und anerkannt.

Im Hamburger Senat verkörperte Abendroth die aufgeklärte und liberale Komponente, sein Schwager Bartels stand für das patriarchalische und konservative Element. Der Aufklärer und Reformer Abendroth wurde auf dem Friedhof der Hammer Dreifaltigkeitskirche beigesetzt. Als Landherr war er im Senat auch für Hamm und Horn verantwortlich gewesen. Das »MagdalenenStift« trägt seit 1929 den Namen »Abendroth-Haus« – als lebendige Erinnerung an einen großen Hamburger, der sich um die Stadt und ihre Menschen verdient gemacht hat.

Die Geschichte der Schule

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Ausführliche Chronik

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