Schulprogramm

des

Amandus- Abendroth-Gymnasium
Cuxhaven


(Stand: 27.09.2021)

1 – Das AAG – ein Kurzporträt

Das AAG wurde 1810 als Höhere Bürgerschule zu Ritzebüttel durch den Hamburger Amtmann Amandus Abendroth gegründet. Heute sind wir ein modernes, koedukatives, allgemeinbildend öffentliches Gymnasium mit etwa 700 Schülern von Jahrgang 5 bis 13 in der Innenstadt Cuxhavens.  

Als besondere Qualifikation führt es zusätzlich von Klasse 5 bis 13 einen bilingualen Zweig mit der in unserer Region einmaligen Möglichkeit, in der Oberstufe Geschichte bilingual als mündliches Prüfungsfach zu wählen.  

Neben diesem Zweig besteht auch die Möglichkeit, sich für eine Musikklasse zu entscheiden. Diese ist für die Klassen 5 bis 10 angelegt und bietet neben dem Erlernen eines Instrumentes auch die Teilnahme am Schulorchester an.  

Die Schüler der Oberstufe stellen innerhalb der Schwerpunkte „Sprachen“, „Naturwissenschaften“, „Gesellschaftswissenschaften“ oder Sport ihr Kursprogramm zusammen. Um das Kursangebot möglichst vielfältig gestalten zu können, bilden wir mit unserem Nachbargymnasium eine gemeinsame Oberstufe. 

Das AAG ist seit vielen Jahren Ausbildungsschule für angehende Gymnasiallehrer und arbeitet daher eng mit dem Studienseminar zusammen. Neben einer Vielzahl engagierter Mentoren wird das auch darin deutlich, dass Fachleiter für Pädagogik,  Deutsch, Englisch,  Erdkunde und Sport zum Kollegium des AAGs gehören.  

Zudem pflegt das AAG eine enge Zusammenarbeit mit den Grundschulen. 

Zu den wesentlichen pädagogischen Leit- und Zielvorstellungen des AAGs gehört es traditionell und gut begründet, dass alle Eltern, die ihre Söhne und Töchter auf dieses Gymnasium schicken, sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder in allen Fächern eine fundierte gymnasiale Ausbildung, Bildung und Erziehung erfahren, unabhängig davon, ob der einzelne Schüler seinen Begabungs- und Interessenschwerpunkt mehr im mathematisch-naturwissenschaflichen, sprachlichen, gesellschaftlichen oder musischen Bereich findet.  

Neben der fachlichen Ausbildung betonen wir den sozialen Aspekt der gegenseitigen Hilfe und unseren Anspruch an ein Miteinander.

2 – Leitbild des Amandus-Abendroth-Gymnasiums

Wenn man mit Mut und Hoffnung eine Sache kraftvoll anfängt,
misslingt sie selten.

(Amandus Abendroth)

Gemeinsam gestalten

• Wir übernehmen gemeinsam Verantwortung für die Umsetzung unseres Schulprogramms.

• Wir entwickeln unsere Schule gemeinsam mit Eltern, Schülern und Ehemaligen

weiter.

Lehren und Lernen

• Wir erteilen qualifizierten Unterricht und legen Wert auf eine zukunftsweisende

Lehr- und Lernkultur.

• Wir erwarten und fördern eine positive Einstellung zur Leistung.

• Wir fördern und fordern unsere Schüler begabungsgerecht.

• Wir arbeiten zusammen mit anderen Bildungseinrichtungen und außerschulischen Partnern.

• Wir beraten und betreuen die Schüler im Hinblick auf Studium und Berufsorientierung.

• Wir fördern die Entwicklung unserer Schüler zu verantwortungsvollen, toleranten und engagierten Menschen.

Schule leben

• Wir erleben Schule in einer angenehmen, leistungsfördernden Atmosphäre.

• Wir haben ein lebendiges und vielfältiges Schulleben.

• Wir sind anderen Kulturen gegenüber aufgeschlossen und fördern internationale Kontakte.

• Wir verbinden Tradition und Zukunft.

3 – Leben und Arbeiten am AAG
3.1 – Fachunterricht
3.1.1 – Fächerangebot und Stundentafel am AAG

Dem Unterricht am AAG liegt die Stundentafel 1 (allgemeine Stundentafel: RdErl. d. MK v. 23.06.2015 – 33-81011 – VORIS 22410 –) zugrunde.

Dazu wurden Anpassungen in den Fächern Musik, Kunst, Erdkunde, Biologie, Chemie und Physik in den Jahrgängen 5-9 zur Verringerung des Epochalunterrichts beschlossen (Schulvorstandssitzung v. 6.6.2016). Unsere Unterrichtsorganisation sieht außerdem vor, dass in den Jahrgängen 5-9 die Wochenstundenzahl gleichmäßig verteilt ist, damit die Nachmittage vom regulären Unterricht frei bleiben und für das Zusatzangebot (AGs, Förderunterricht, Hausaufgabenbetreuung) zur Verfügung stehen.

Seit dem Schuljahr 2016/17 ist folgende Stundentafel gültig:

3.1.2 – Klassen mit ausgewiesenem Schwerpunkt
3.1.2.1 Bilinguale Klasse

Der Englischunterricht wird in der 5. und 6. Klasse in der Regel um zwei Stunden pro Jahr verstärkt, um zu gewährleisten, dass bei den Schülerinnen und Schülern am Ende der 6. Klasse eine „ordentliche Sprachkompetenz“ vorhanden ist, die für den kompletten Unterricht des Sachfaches in englischer Sprache unabdingbar ist. In den Einführungsjahren eines Sachfaches (Klasse 7 und 8) wird der Unterricht in diesem Fach um eine Stunde erhöht, um der erforderlichen Wortschatzarbeit Rechnung tragen zu können. Der komplett bilinguale Sachfachunterricht beginnt in Klasse 7 mit Geschichte und Modulen in Sport. Ab Klasse 8 wird der bilinguale Unterricht durch das Fach Biologie ergänzt. In Klasse 9 wird das Konzept fortgeführt. Gleiches gilt für Klasse 10. Der Fächerkanon wird in Klasse 10 noch durch Politik erweitert. Die Tabelle zeigt den Aufbau noch einmal im Überblick:

Die Stundentafel des bilingualen Profils nach neuer Stundentafel ab 2015/16:

In der Oberstufe bieten wir ein Profil an, bei dem Geschichte als P 5 Fach (mündliches Prüfungsfach im Abitur) bilingual gewählt

(Weitere Informationen: https://aag-cuxhaven.de/lernen/profile/)

3.1.2.2 Musikklasse

Mit dem Eintritt in das 5. Schuljahr unserer Schule, kann jeder Schüler der Musikklasse ein Instrument erlernen. Im 5. und 6. Schuljahr bekommt jeder Schüler gegen eine Gebühr ein Leihinstrument zur Verfügung gestellt und erhält in Kleingruppen (bis zu 3 Schülern) von externen Instrumentallehrern Instrumentalunterricht. Zur Zeit können folgende Instrumente erlernt werden: Violine, Cello, Trompete, Posaune, Horn, Euphonium, Tuba sowie Alt- u. Tenor-Saxophon, optional Flöte und Klarinette. Ab dem 7. Schuljahr besteht die Möglichkeit, in das Amandus-Orchester, in die Schulband oder das Celloensemble zu wechseln.

(Weitere Informationen:  https://aag-cuxhaven.de/lernen/profile/)

3.1.3 Methodentraining und Medienerziehung

Neben dem Erwerb fachlicher Kompetenzen steht am AAG die Schulung der Methoden- und Medienkompetenz im Fokus des unterrichtlichen Handelns. Da diese Kompetenzen untrennbar miteinander verbunden sind, gilt ab dem Schuljahr 2014/2015 das vorliegende Konzept, das die bis dahin geltenden getrennten Konzepte (Medienkonzept und Methodenkonzept) ablöst.

Das Konzept ist spiralcurricular aufgebaut, d.h. die Methoden und der Medieneinsatz, die einmal geschult wurden, sollten in den folgenden Klassenstufen angewendet und gefestigt werden. Einige Inhalte, z.B. der Umgang mit WORD, werden in Teilen in den unteren Jahrgangsstufen (Basisschulung) und vertiefend in den oberen Klassen (Aufbauschulung) unterrichtet. Hierdurch soll eine nachhaltige Wissensaneignung gewährleistet werden.

Das Konzept sieht vor, dass alle Klassen zum Schuljahresbeginn die eigens für die Klassenstufen erstellten Methodenhefte im Methodenordner auf Iserv kennenlernen und bis zu den Herbstferien als Grundlage für das Arbeiten im Schuljahr durchnehmen. Darüber hinaus steht dieser Ordner mit jahrgangsbezogenen Dateien ganzjährig zur Verfügung. Ausnahmen gelten für die 5. Klassen, die ein eigens angeschafftes Methodenheft in den Verfügungsstunden bearbeiten.

(Weitere Informationen: https://aag-cuxhaven.de/lernen/digitales-lernen/)

3.1.4 Digitalisierung

Neben dem Erwerb fachlicher Kompetenzen steht am AAG die Schulung der Methoden- und Medienkompetenz im Fokus des unterrichtlichen Handels.

Das Konzept ist spiralförmig aufgebaut, d.h. die Methoden und der Medieneinsatz, die einmal geschult wurden, sollten in den folgenden Klassenstufen angewendet und gefestigt werden. Einige Inhalte, z.B. der Umgang mit WORD, werden in Teilen in den unteren Jahrgangstufen (Basisschulung) und vertiefend in den oberen Klassen (Aufbauschulung) unterrichtet. Hierdurch soll eine nachhaltige Wissensaneignung gewährleistet werden.

Im Rahmen der neuen iPad-Klassen wird angestrebt, die Schülerinnen und Schüler zu Beginn des 7.Schuljahres in einer mehrwöchigen Basisschulung im Umgang mit dem Tablet zu schulen.

Der Aufbau von Medienkompetenz allgemein soll am AAG das Ziel verfolgen, unterschiedlichste Medien sachgerecht, selbstbestimmt und verantwortlich verstehen, analysieren und verwenden zu können. Um dieses Ziel mit den Schülerinnen und Schülern zu erreichen, wurden in Anlehnung an den Orientierungsrahmen „Medienbildung in der Schule“ des Niedersächsischen Landesinstituts für Qualitätsentwicklung (NLQ) folgende Kompetenzen ausgewiesen, die es zu erlangen gilt:

• Medien zur Suche, Erhebung, Verarbeitung und Aufbewahrung von Daten nutzen

• Mit Medien kommunizieren und kooperieren

• Mit Medien produzieren und präsentieren

• In der digitalen Welt sicher agieren

• Mit Medien Probleme lösen

• Medieneinsatz analysieren, kontextualisieren und reflektieren

Durch das Erlangen dieser Kompetenzen wird ein verantwortungsvoller, kritischer und gleichzeitig sinnvoller Umgang mit dem breiten, medialen Angebot unserer Gesellschaft angestrebt. Digitale Medien sollen für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrerinnen und Lehrer zunehmend zu selbstverständlichen Werkzeugen im Unterrichtsalltag werden.

Im Rahmen der Digitalisierung wurde das W-LAN-Netz in der gesamten Schule ausgebaut und steht nun neben einem LAN-Anschluss in jedem Unterrichtsraum flächendeckend mit einer Glasfaser-Breitbandanbindung an das Internet zur Verfügung. Vorausgegangen ist neben der ständigen Verbesserung der Infrastruktur auch die Umsetzung eines Raumkonzepts, welches in allen Unterrichtsräumen die drahtlose audiovisuelle und interaktive Präsentation von Lehr- und Lerninhalten erlaubt.

Für die Nutzung von iPads im Unterricht ist das AAG Pilotschule im Landkreis Cuxhaven und hat gemeinsam mit den Landesmedienberatern und dem Schulträger ein Konzept für die Einführung von iPad-Klassen erarbeitet. Seit dem Schuljahr 2019/20 werden aufsteigend mit dem 7. Jahrgang alle Klassen mit elternfinanzierten Tablets ausgestattet.

(Weitere Informationen:  https://aag-cuxhaven.de/lernen/digitales-lernen/)

3.1.5 Bildung für nachhaltige Entwicklung

Beim Curriculum Mobilität handelt es sich um ein Bausteinkonzept für den fächerverbindenden Unterricht an allen Schulen in Niedersachsen. Dem Curriculum wird – aufgrund des modernen gesellschaftlichen Wandels – ein weiter Mobilitätsbegriff zugrunde gelegt, der „jegliche Beweglichkeit von Menschen, Waren und Informationen, auch geistiger und virtueller Art“ (Curriculum Mobilität, S. 4) umfasst.

Diesen Mobilitätsbegriff und die Kerngedanken einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) aufnehmend, werden derzeit am AAG schuleigene Mobilitätskonzepte für die Schuljahrgänge 5/6, 7/8 und 9/10 entwickelt. Diese nehmen die im Curriculum genannten Unterrichtsinhalte auf und werden nach den zehn Modulen des Curriculums gegliedert. Ausgehend von den schuleigenen Arbeitsplänen der einzelnen Unterrichtsfächer, des LionsQuest-Programms (vgl. Abschnitt 3.2.1) sowie dem Konzept der Biosphärenschule (vgl. Abschnitt 3.8.5) werden Schwerpunkte der eigenen, schulischen Arbeit definiert. Des Weiteren werden Ansätze zum fächerverbindenden Unterricht im Sinne der oben ausgeführten Grundgedanken aufgezeigt.

Mit der Entwicklung, Umsetzung, fortlaufenden Evaluation und damit einer stetigen Weiterentwicklung der schuleigenen Mobilitätskonzepte verfolgt das AAG das Ziel, bei seinen SuS die Fähigkeit zu reflektiertem und verantwortungsbewussten Mobilitätsverhalten zu entwickeln und auszubauen.

3.1.6 Förderunterricht

Unser Förderunterricht richtet sich an Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 mit Schwierigkeiten in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik. Zusätzlich gibt es in den Fächern Latein und Französisch in der Jahrgangsstufe 7 und 8 Förderunterricht. Ziel des Förderunterrichtes ist es in erster Linie, die Grundlagen des jeweiligen Faches zu wiederholen und einzuüben.

(Weitere Informationen: https://aag-cuxhaven.de/service/anmeldungsformulare/foerderunterricht/)

3.1.7 Förderung besonderer Begabung

Grundlage unserer Arbeit ist das vom niedersächsischen Kultusministerium eingerichtete Programm zur „Förderung besonderer Begabung“.

Für uns bedeutet das, Kinder mit besonderen Begabungen ebenso individuell zu unterstützen, wie wir es auch für Schüler mit Lernschwierigkeiten durch das Angebot des Förderunterrichts tun. Dazu pflegen wir einen regelmäßigen Austausch mit unseren Kooperationspartnern im Begabungsverbund.

Daneben stehen uns zusätzliche Ressourcen zur Verfügung, um ein Zusatzangebot zur Begabungsförderung in verschiedenen Bereichen zu schaffen: Hierzu gehören die beiden – schon ab Klasse 5 wählbaren – Profilklassen (Musikklasse und bilinguale Klasse), die an unserer Schule ablegbaren Sprachdiplome DELF und Cambridge sowie eine Vielzahl von Arbeitsgemeinschaften wie Forscher-AG, Mathematik-Olympiade oder Schach.

(Weitere Informationen: https://www.aag-cuxhaven.net/unsere-schule/hochbegabtenverbund/ und

https://www.aag-cuxhaven.net/unsere-schule/ganztagsschule/)

3.1.7.1 Begabungsverbund

Das AAG bildet seit 2008 zusammen mit anderen Bildungseinrichtungen einen Verbund zur Förderung besonderer Begabung. Ziel unseres Begabungsverbundes ist es, durch einen Zusammenschluss mehrerer Bildungseinrichtungen Kinder mit besonderen Begabungen durchgängig und umfassend zu fördern.

Zum Kooperationsverbund Cuxhaven I gehören

• das Amandus-Abendroth-Gymnasium Cuxhaven,

• die Grundschule Groden,

• die Grundschule Nordholz, gemeinsam mit den drei Kindertagesstätten Küstenkind, Waldläufer und Arche Noah.

Kinder mit besonderen Begabungen gibt es in Kindergärten und allen Schulformen, sie sind nicht immer leicht zu identifizieren. Ihre Förderung ist nötig, um den unterschiedlichen Persönlichkeiten gerecht werden zu können. Die Feststellung einer besonderen Begabung soll durch systematische Beobachtungen und Untersuchungen in Lernsituationen sowie durch informelle Tests erfolgen. Eine besondere Rolle spielt dabei die individuelle Lerndokumentation auch für die Übergänge in die jeweils aufsteigende Bildungseinrichtung.

Ziele unserer Arbeit sind:

• die Anleitung zur eigeständigen Weiterentwicklung vorhandener Interessen und Fähigkeiten,

• die Bereitstellung eines anspruchsvollen (Zusatz-)Angebotes für die verschiedenen Formen von besonderer Begabung,

• eine schulübergreifende Zusammenarbeit innerhalb des Kooperationsverbundes,

• die soziale Einbindung von Kindern mit besonderen Begabungen,

• das Erreichen einer durchgängigen Bildungsbiographie.

Wir pflegen einen regelmäßigen Austausch mit unseren Kooperationspartnern und organisieren entsprechend den Gegebenheiten gemeinsame Projekte und Fortbildungen. Dabei werden wir durch die Landesschulbehörde begleitet.

3.1.7.2 Dritte Fremdsprachen

Nachdem unsere Schüler in der 5. Klasse mit Englisch als erster Fremdsprache und in Klasse 6 mit Französisch oder Latein als zweiter Fremdsprache begonnen haben, steht ihnen die Möglichkeit offen, im wahlfreien Bereich des Nachmittagsunterrichts ab der 8. Klasse Französisch, Latein oder Griechisch als freiwillige dritte Fremdsprache zu wählen. Dieser Unterricht wird derzeit gekürzt mit zwei Wochenstunden erteilt. Pro Schuljahr werden zwei Klassenarbeiten geschrieben, nicht ausreichende Noten sind nicht versetzungswirksam.

In Latein kann nach erfolgreichem Abschluss in der 11. Klasse das Kleine Latinum, in Griechisch am Ende des 12. Jahrgangs das Graecum erworben werden.

3.1.7.3 Neu beginnende Fremdsprachen

In der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe besteht die Möglichkeit, eine neu beginnende Fremdsprache (Französisch, Latein, Spanisch) zu erlernen. Dazu kann die fortgeführte zweite Fremdsprache (Französisch oder Latein) durch die neu beginnende Fremdsprache ersetzt werden. In diesem Fall muss die neu beginnende Fremdsprache mit vier Wochenstunden bis zum Ende der Qualifikationsphase belegt werden. Durch dieses Angebot haben auch Realschüler ohne zweite Fremdsprache die Möglichkeit in die gymnasiale Oberstufe unserer Schule zu wechseln.

Spanisch als neu beginnende Fremdsprache
Mit weit über 510 Millionen Sprechern (Mutter- und Zweitsprachler) ist Spanisch eine der am häufigsten gesprochenen und geschriebenen Sprachen der Welt, die in Europa, Süd-, Mittel- und in Nordamerika (Mexiko) gesprochen wird. In den USA ist Spanisch nach Englisch die am zweithäufigsten gesprochene Sprache und selbst in Asien und Afrika gibt es Sprachinseln.

Fremdsprachen und die damit verbundenen interkulturellen Kenntnisse sind nicht nur ein wichtiger Pluspunkt im Lebenslauf, sondern führen auch zu mehr Flexibilität und Mobilität auf einem immer stärker international ausgerichteten Arbeitsmarkt. Die sichere Beherrschung des Englischen in Wort und Schrift wird heutzutage in vielen Bereichen der Arbeitswelt meist vorausgesetzt. Mit Spanisch als neu beginnende Fremdsprache in Jahrgang 11 bietet das AAG seinen Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit, eine echte Weltsprache zu erlernen und damit eine weitere, für ihre berufliche Zukunft wichtige, Qualifikation zu erwerben. In der Qualifikationsphase kann Spanisch auf grundlegendem Anforderungsniveau fortgeführt werden, mit der Option, es als Prüfungsfach P4/5 zu wählen.

In den ersten vier Schulhalbjahren (Jahrgang 11-12) liegt der Schwerpunkt des Spanischunterrichts auf der Vermittlung grundlegender sprachlicher Kompetenzen. Ab dem zweiten Schulhalbjahr des Jahrgangs 12 erfolgt, parallel zum Sprachlehrgang, die Bearbeitung des ersten Themenfeldes der Qualifikationsphase. In den darauffolgenden zwei Schulhalbjahren der Jahrgangsstufe 13 werden dann die übrigen Themenfelder der Qualifikationsphase erarbeitet.

3.1.7.4 Sprachzertifikate

Cambridge Certificate
Die Schule ist als Cambridge Prüfungszentrum anerkannt, da sie jedes Jahr ein Cambridge AG für Schüler der 10. Klassen anbietet. Die AG hat zum Ziel, die Schüler auf die externe Prüfung zur Erlangung des Cambridge First Certificate Abschlusses (entspricht der Stufe B2 des Gemeinamen Europäischen Referenzrahmens) vorzubereiten.
(Lt)

DELF Diplôme d`études de langue francaise
DELF ist das einzige sowohl national als auch international anerkannte Diplom für Französisch als Fremdsprache, das das französische Erziehungsministerium 1985 ins Leben gerufen hat. Seit 2006 gibt es eine neue Variante: das DELF- scolaire oder DELF – junior speziell für Schüler und Jugendliche

Dieses Diplom wird weltweit nach gleichen Anforderungen vergeben und entspricht den Richtlinien des französischen Bildungsministeriums und des Europäischen Referenzrahmens für moderne Fremdsprachen.

Zunehmend mehr Hochschulen erwarten den Abschluss von DELF.

In der AG haben die Schülerinnen und Schüler mit guten Kenntnissen der französischen Sprache die Möglichkeit, sich auf diese externe Prüfung vorzubereiten. Dabei werden die Kompetenzbereiche Hörverstehen, Leseverstehen, Schreiben und Sprechen mit vielfältigen Methoden und Materialien geübt. Die Prüfungen finden zweimal im Jahr (Januar und Mai) statt. Dazu meldet die Lehrkraft die Prüflinge über eine Internetseite an. In der Regel finden die Prüfungen an zwei unterschiedlichen Tagen in den Räumen der VHS Cuxhaven mit speziell ausgebildeten Prüfern statt. Die erfolgreichen Prüflinge erhalten ihre Diplome vom Französischen Bildungsministerium einige Wochen später zugesandt.
(Be)

Latina und Graecum
In den alten Sprachen können an unserer Schule alle drei in Niedersachsen üblichen Latina sowie das Graecum erworben werden. Die Mindestanforderungen dafür sind in den „Ergänzenden Bestimmungen zur Verordnung über die Abschlüsse in der gymnasialen Oberstufe“ (EB-AVO-GOBAK) festgeschrieben:

Mindestanforderungen zum Erwerb eines Latinums oder Graecums laut AVO-GOBAK 16.4/Anlage 3a:

3.1.7.5 MINT-Förderung

In Deutschland besteht seit einigen Jahren ein Fachkräftemangel in den sogenannten MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik).

Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Welt der Wissenschaft und Forschung erhalten. Außer einem Bewusstsein für aktuelle naturwissenschaftliche Fragestellungen sollen sie moderne Arbeitsmethoden erlernen und notwendige Soft Skills, wie Teamfähigkeit, Selbstvertrauen, Verantwortungsbereitschaft und problemorientiertes Denkvermögen stärken.

Um frühzeitig das Interesse an naturwissenschaftlichen Phänomenen und Fragestellungen zu wecken, hat das AAG ein Konzept zum Oberthema „Wasser“ entwickelt. Dieses Thema ermöglicht zum einen die Erarbeitung einer Vielzahl naturwissenschaftlicher Aspekte im fächerübergreifenden Ansatz, zum anderen stärkt es aufgrund der Lage von Cuxhaven an der Küste und der Verzahnung des MINT-Konzepts mit dem Biosphärenschulen-Konzept des AAG die Identifikation der Schülerinnen und Schüler mit der Region.

Das Konzept besteht aus einer Vielzahl an Maßnahmen und Aktivitäten in den verschiedenen MINT-Fächern verteilt auf alle Klassenstufen. Die Maßnahmen stellen eine Kombination aus Exkursionen zu verschiedenen außerschulischen regionalen Lernorten und Projektarbeiten im Klassenverband im Rahmen des regulären Unterrichts mit extracurricularen Angeboten und Pull-Out-Maßnahmen für besonders interessierte Schülerinnen und Schüler dar.

Darüber hinaus werden einzelne, engagierte Schülerinnen und Schüler gezielt gefördert: Sie werden motiviert, regelmäßig an AGs und Wettbewerben teilzunehmen und individuell beraten. Es stehen zwei Forscher-Räume mit moderner Geräteausstattung zur Verfügung, die die Umsetzung der praktischen Arbeiten ermöglichen. Des Weiteren besteht eine enge Verzahnung mit dem Digitalisierungskonzept.

3.1.7.6 Wettbewerbe

Jugend forscht
Seit 2011 besteht am AAG regelmäßig die Möglichkeit am “Jugend forscht” Wettbewerb (bzw. für jüngere Schüler „Schüler experimentieren“) teilzunehmen. Die Vorbereitung auf den Wettbewerb erfolgt im Rahmen der Forscher-AG. Nach jedem Wettbewerbsjahr werden die Ergebnisse in den Schaukästen im Verbindungsgang zwischen dem Hauptgebäude und dem Neubau ausgestellt.

(Weitere Informationen: https://www.aag-cuxhaven.de/lernen/ganztagsunterricht/forscher-ag/, siehe auch 3.1.7.5 MINT-Förderung)


Diercke WISSEN – Der Geographie-Wettbewerb
Jährlich findet der Wettbewerb Diercke WISSEN – Der Geographie-Wettbewerb statt, bei dem die Schülerinnen und Schüler in einer zwanzigminütigen Testungszeit ihr Erdkundewissen mit der Beantwortung eines Fragebogens unter Beweis stellen können. Alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 (die Altersgrenze liegt bei 16 Jahren) können kostenlos teilnehmen. Da die gestellten Fragen lehrplanunabhängig sind, können auch die Schülerinnen und Schüler mitmachen, die gerade keinen Erdkundeunterricht haben.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 und 6 bearbeiten ausschließlich den „Junior-Fragebogen“, während die Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Klassen 7 bis 10 schwierigere Aufgaben meistern müssen. Unter letzteren wird dann eine Schulsiegerin bzw. ein Schulsieger ermittelt wird, die/ der das AAG in einem weiteren Geographie-Test auf Landesebene vertritt und sich damit sogar für das Bundesfinale qualifizieren kann.

Bei einer hausinternen Siegerehrung ehrt das AAG zudem die drei besten Schülerinnen und Schüler eines jeden Jahrgangs mit kleinen Preisen.

Quelle: <https://www.diercke.de/diercke-wissen-faq> (Stand: 11.2018)


Känguru der Mathematik
Der Känguru-Wettbewerb ist ein mathematischer Multiple-Choice-Wettbewerb, an dem einmal im Jahr weltweit über sechs Millionen Teilnehmer in fast 80 Ländern partizipieren.

Der Wettbewerb findet am dritten Donnerstag im März in allen Teilnehmerländern gleichzeitig statt und ist als freiwilliger Klausurwettbewerb konzipiert. Die Bearbeitungszeit beträgt 75 Minuten, es ist eine Teilnahmegebühr von 2€ pro Schülerin/ Schüler fällig.

Am AAG wird der Wettbewerb von der Fachschaft Mathematik organisiert, es können alle Schüler aus den Klassenstufen 5-10 teilnehmen.

Weitergehende Informationen finden Sie unter http://www.mathe-kaenguru.de/.


Ensemblewettbewerb im Rahmen von Jugend musiziert
Der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten jährlich stattfindende Wettbewerb „Jugend musiziert“ bietet in unserer Region einen regionalen Ensemblewettbewerb an.

Dieses Angebot erweitert das Konzept der Musikklassen und der Musik-AGs. Eine Teilnahme stärkt den Gruppenzusammenhalt, motiviert zu Leistungssteigerungen und belebt Veranstaltungen der Schule.

(Weitere Informationen unter: www.jugend-musiziert-cuxhaven.de)


Bundeswettbewerb Fremdsprachen
Wir bieten unseren Schülern die Möglichkeit, am Bundeswettbewerb Fremdsprachen in den Rubriken Solo, Solo plus und Team Schule teilzunehmen. Die Teilnahme erfolgt als binnendifferenzierte Förderung im Sprachunterricht, im Fach Latein auch im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft.

(Weitere Informationen: https://www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de/)

Vorlesewettbewerb
Der Vorlesewettbewerb der Sechstklässler ist der Höhepunkt der Leseförderung unserer Jüngsten an der Schule. Jedes Jahr kurz vor Weihnachten treten in der Aula die zuvor in den Klassen ermittelten Klassensieger gegeneinander zum Lesewettbewerb an. In einer doppelstündigen Veranstaltung müssen sich die lesekundigen Schüler vor einer aus Mitschülern bestehenden Jury behaupten. Der Sieger darf unsere Schule dann auf Stadtebene vertreten. Dieses Event, an dem immer alle Kinder der 6. Klassen als Zuhörerschaft teilnehmen, erfreut sich großer Beliebtheit und wird jedes Jahr mit Spannung erwartet.


Triathlon
Seit vielen Jahren nimmt unsere Schule erfolgreich am Schülertriathlon, dem „go sports Triathlon“, in der Wingst teil. Alle zwei Jahre starten im Juni motivierte Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Jahrgangsstufen als Einzelstarter oder auch in der Staffel in den Wettkampf, der aus den drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen besteht. Das Motto „alle die Mitmachen sind schon Siegerinnen und Sieger“ kommt immer wieder positiv bei allen Beteiligten an.

Zukünftig soll die Teilnahme auch auf den Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ im Triathlon ausgeweitet werden.


Stadtmeisterschaften
Die Stadtmeisterschaften für Cuxhavener Schulen der Sekundarstufe I werden vom Haus der Jugend ausgerichtet und umfassen die Sportarten Volleyball, Basketball und Fußball für jeweils weibliche und männliche Teams, im Volleyball auch für Mixed-Mannschaften.

Beschränkt ist die Teilnahme auf das Alter von 15 bis 17.

Ausgetragen wird das Turnier jeweils in der Woche vor den Halbjahreszeugnissen. Ab Anfang Dezember nimmt Herr Holst die Anmeldungen interessierter Schüler entgegen.


Quattro-Beachvolleyball Bezirksmeisterschaften
Die Bezirksmeisterschaften im Beachvolleyball für 4er Mixed-Teams finden seit einigen Jahren im Stadion am Meer in Cuxhaven-Duhnen statt. Es besteht die Möglichkeit, sich für das Landesfinale in Wilhelmshaven zu qualifizieren, was unserer Schule bisher leider nicht gelungen ist.

Das Turnier ist Teil der Jugend trainiert für Olympia-Serie. Es nehmen Schulen aus dem gesamten Bezirk Lüneburg teil. Teilnehmen dürfen Schüler aus dem Sekundarbereich I und II – zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit ist die Teilnahme jedoch erst ab Jahrgang 11 sinnvoll.

Ab Anfang März nimmt Herr Holst die Anmeldungen interessierter Schüler entgegen.

3.1.8 Kollegiale Hospitation

Seit der SchiLf im April 2016 beschäftigt sich ein Teil des Kollegiums mit der sogenannten „Kollegialen Hospitation“. In zwei Veranstaltung lernten die Beteiligten der Erprobungsphase die theoretischen Hintergründe dazu kennen und bildeten fächerübergreifende Arbeitsgruppen, welchen jeweils drei Kollegen angehören. Diese sollten gegenseitig jeweils einmal pro Schuljahr Unterrichtshospitationen durchführen und die Stunde nach den gemeinsam festgelegten Schwerpunkten reflektieren. Die Hospitationen finden freiwillig statt; der Besprechungsinhalt wird vertraulich behandelt.

3.2 – Soziales Lernen
3.2.1 Lions Quest

Soziales Lernen findet im täglichen Umgang miteinander statt. Im Unterricht, in den Pausen sowie in den Angeboten des Ganztagsbereichs fördern wir die personale Kompetenz unserer Schüler, indem wir auf gegenseitige Rücksichtnahme und auf eine freundliche, einander zugewandte Atmosphäre Wert legen. Wenn es zu Konflikten kommt, unterstützen wir unsere Schüler, konstruktiv mit ihnen umzugehen.

In den Klassen 5 bis 7 führen wir das LionsQuest-Programm „Erwachsen werden“ durch, das sich zum Ziel gesetzt hat, Kinder zu befähigen, sich in andere einzufühlen, altersangemessen mit Stress und Problemen umzugehen, Entscheidungen treffen und Konflikte gewaltfrei lösen zu können. Es soll unsere Schüler stärken und ihnen beim Aufbau eines eigenen Wertesystems Orientierung bieten.

(Weitere Informationen: www.aag-cuxhaven.net/unsere-schule/lions-quest/)

3.2.2 Klassenrat

Ergänzend zum LionsQuest-Programm kann in allen Klassenstufen der Klassenrat durchgeführt werden. Der Klassenrat ist eine regelmäßig stattfindende Gesprächsrunde, in der sich Schüler und die Klassenlehrkraft gemeinsam mit konkreten Anliegen der Klassengemeinschaft (z.B. Ausflüge, Projekte, Organisationsfragen, Probleme und Fragen im Miteinander) beschäftigen und dafür möglichst eine einvernehmliche Lösung finden.

Der Klassenrat soll die Klassengemeinschaft stärken sowie die Fähigkeit, gemeinsame Lösungen zu finden und eigenverantwortlich zu handeln, schulen – es geht somit auch darum, Demokratie zu lernen.

3.3 – Kommunikation und Transparenz
3.3.1 Homepage

Die Homepage ist das Aushängeschild der Schule im Internet. Sie zeigt die vielfältigen Angebote unserer Schule und dient damit Schülern, Eltern und Lehrern als Informationsquelle. Hier kann zum Beispiel auch der tagesaktuelle Vertretungsplan eingesehen werden.

Jeder Kollege des AAGs kann an der Gestaltung der Homepage mitwirken.

(Weitere Informationen: https://www.aag-cuxhaven.de)

3.3.2 Neu am AAG

„AAG-ABC“ – So lautet der Name einer kleinen Broschüre, die die wichtigsten Informationen über das AAG für neue Kollegen, neue Eltern und Schüler zur Verfügung stellt. Sie wird jährlich aktualisiert und den frisch eingeschulten Kindern in die Hand gedrückt. Dort finden sich übrigens auch die wichtigen Verabredungen, wie „Waffenerlass“, „Pausenordnung“ oder „Vereinbarungen über den Umgang miteinander“.

(Weitere Informationen: https://www.aag-cuxhaven.de/fuer-schuelerinnen-und-schueler/das-aag-abc/)

3.3.3 IServ

„IServ“ heißt unser Schulnetzwerk, das allen Schülern und Lehrenden der Schule zur Verfügung steht. Informationen zur Einschreibung und die Nutzungsordnung finden sich im AAG-ABC. IServ nutzen wir zur Kommunikation (E-Mail) und zur Bereitstellung und zum Austausch von Dateien.

Entsprechend unserer Kommunikationsbedürfnisse werden auf IServ Gruppen eingerichtet (z.B. Klassen- oder Kursgruppen). In der Gruppe „Lehrer“ werden Dokumente zu unserer schulischen Tätigkeit transparent für alle abgelegt. Dort sind auch Richtlinien und Formulare bereit gestellt. Zur innerkollegialen Abstimmung und zur Organisation des Schulbetriebs werden folgende Anwendungen genutzt: „Kalender“, „Klausurplan“ (Jg. 5-10) und „Räume buchen“.

3.3.4 Mitteilungen

Die Mitteilungen stellen einen jährlich erscheinenden Überblick sowohl über das aktuelle Schulleben als auch über die Erlebnisse und Aktivitäten ehemaliger AAG Schüler dar.

Mitglieder der Vereinigung Ehemaliger, Freunde und Förderer der höheren Staatsschule e.V. erhalten diese im Rahmen ihres Mitgliedsbeitrages, interessierte Schüler und Eltern können diese käuflich im Sekretariat oder der Buchhandlung Oliva erwerben.

Die Mitteilungen sind in die Themenbereiche „Aus dem Leben der Schule“, „Abiturientia“ und „Unsere Ehemaligen“ untergliedert.

3.3.5 Eltern-Lehrer-Kommunikation

Die Kommunikation zwischen Eltern und Lehrern ist uns sehr wichtig. Unser Ziel ist es, einen fortwährenden transparenten und konstruktiven Kommunikationsfluss zu ermöglichen: So sind alle Lehrer unter einheitlichen Email-Adressen (Vorname.Nachname@aagcux.de) zu erreichen.

Die Eltern unterstützen unsere Arbeit, indem sie u.a. in folgenden Gremien mitwirken:

• Gesamtkonferenz

• Schulvorstand

• Klassenkonferenzen

• Fach- und Teilkonferenzen

• Koop-Ausschuss

• Schulelternrat

• Steuergruppe

3.3.6 Lehrer-Lehrer-Kommunikation

Die Kommunikation zwischen den Lehrkräften am AAG ist stets transparent, konstruktiv und freundlich.

Wichtige Themen zwischen den Lehrerinnen und Lehrern sind zum einen Bereiche, die schülerorientiert (Probleme, Leistungen, Verhalten u.a. der SchülerInnen) sind und zum anderen, in denen es um die schulischen Angelegenheiten allgemein (bspw. Absprachen bezüglich Korrekturen, Fachinhalte, Aufsichten etc.) geht.

Ein wichtiger Aspekt ist die Kommunikation sowohl zwischen den Klassenlehrern und den Fachlehrern als auch zwischen den Fachobleuten und den Fachkollegen.

Kommuniziert wird entweder persönlich im Lehrerzimmer, bei Konferenzen, über das Mitteilungsbuch oder über Iserv.

3.3.7 Anforderungen in den Fächern

Die Anforderungen in den Fächern sind in den einzelnen Schulcurricula festgelegt. Diese werden von den Fachschaften auf der Grundlage der Curricularen Vorgaben für das jeweilige Fach erstellt. Dabei werden die in den Methodenheften für das jeweilige Fach ausgewiesenen Methoden mit dem Schulcurriculum verknüpft. Die Fachobleute organisieren die Erstellung der Schulcurricula, deren Verknüpfung mit den Methodenheften und veröffentlichen diese auf IServ in dem entsprechenden Fachordner.

3.3.8 Grundsätze der Notengebung

Die Grundsätze der Notengebung ergeben sich aus dem Grundsatzerlass „Die Arbeit in den Schuljahrgängen 5 bis 10 des Gymnasiums“ (siehe u.a.: 6. Leistungsbewertung, Versetzung, Abschlüsse und Übergänge), dem Erlass „Schriftliche Arbeiten in den allgemeinbildenden Schulen“

und der Curricularen Vorgaben für die einzelnen Fächer.

Auf dieser Grundlage legen die einzelnen Fachkonferenzen die Bewertungskriterien für ihr jeweiliges Fach für die Sekundarstufen I und II fest. Die Fachobleute organisieren die Anpassung der Bewertungskriterien und veröffentlichen diese auf IServ in dem entsprechenden Fachordner. Der Schulleiter sammelt die Bewertungskriterien aller Fächer und stellt diese dem Schulelternrat zur Verfügung.

3.3.9 Umgang mit Hausaufgaben am AAG

Wir verstehen Hausaufgaben als ein Element der schulischen Bildung im Interesse der Kinder. Sie sind bedeutender täglicher Berührungspunkt von Schule und Elternhaus. Uns ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern eine ebensolche Voraussetzung wie der respektvolle Umgang zwischen Lehrern und Schülern im Unterricht und eine auf den Lernzuwachs ausgerichtete Handhabung. Die Aufgaben der Beteiligten, d.h. der Lehrer, Schüler, Eltern und Schule, werden von den Fachlehrern zu Schuljahresbeginn thematisiert.

Im Rahmen der offenen Ganztagsschule bieten wir montags bis donnerstags in der Zeit von 13.55 Uhr bis 15.25 Uhr eine Hausaufgabenbetreuung in der Bibliothek an.

3.3.11 Beratung

Immer wieder kommt es im Schulalltag zu Situationen, in denen es eine Hilfe ist, gut beraten zu sein. Das gilt für Schüler ebenso wie für Eltern und Lehrer. Deshalb bieten wir vielfältige Beratungsmöglichkeiten an:

Alle Fragen zum Unterricht oder auch Konflikte sollten zunächst immer mit dem entsprechenden Fachlehrer geklärt werden, der sich die Zeit nach dem Unterricht nehmen wird. Sollte weiterer Gesprächsbedarf bestehen, kann auch der Klassenlehrer hinzugezogen werden. Erst wenn sowohl der Fachlehrer als auch der Klassenlehrer nicht zur Klärung des Problems beitragen können, sollte der Schulleiter angesprochen werden.

Zur Hilfe im Einzelfall (z.B. bei Problemen im häuslichen Bereich, die sich auf die Schulleistungen auswirken; Schulangst; bei Konflikten innerhalb der Klasse, zur Konfliktmoderation mit Lehrern, usw.) steht die Beratungslehrerin zur Verfügung, die feste Sprechzeiten hat, mit der man aber auch per Email Termine verabreden kann.

Fragen zu Schulabschlüssen und zur Schullaufbahn sowie zu den Kurswahlen beantworten die beiden Koordinatorinnen, die für die Sekundarstufe I oder Sekundarstufe II zuständig sind.

Zur Berufsberatung kooperieren wir mit dem Arbeitsamt Cuxhaven. Eine Mitarbeiterin der Arbeitsagentur bietet unseren Schülern regelmäßig Beratungstermine an.

Oft hilft auch die Beratung untereinander:

Im Schulelternrat oder bei Elternvertretern finden Eltern Hilfe durch die Erfahrung anderer Eltern; Schüler können sich an ihre Schülervertretung wenden, innerhalb des Kollegiums nutzen wir zur gegenseitigen Beratung das Mittel der kollegialen Hospitation, Gespräche untereinander sowie den gedanklichen Austausch mit der Beratungslehrerin.

Sekretariat und Hausmeister können bei Fragen zu Formalien, Räumen oder verlorenen Gegenständen angesprochen werden.

3.4 – Gestaltung der Übergänge
3.4.1 Grundschule – AAG

Auf die Gestaltung des Überganges der Schüler aus den vierten Klassen der Grundschulen auf das AAG wird ein besonderes Augenmerk gerichtet. Vom Gelingen dieses Überganges hängt in besonderem Maße das Wohlbefinden der Schüler und damit auch die „Einstellung“ zu ihrer neuen Schule ab.

Die Ausgestaltung dieser Übergänge spielt sich im Wesentlichen in zwei Phasen ab:

1. Informationen der Eltern und Schüler im letzten halben Jahr der Grundschulzeit durch das AAG

• Informationsabend für Eltern an den Grundschulen

• Schulleitertreffen: Grundschulen – AAG

• „Schnuppertage“ mit Probeunterricht in den neuen Fächern

• Elterninformationsabend für den neuen Jahrgang 5

2. Ankommen im AAG

• Willkommensbriefe an die neuen Schüler zu Beginn der Sommerferien

• Einschulungsfeier am ersten Freitag nach den Sommerferien, Angebot eines gemeinsamen Einschulungsgottesdiensten, der von den 6. Klassen mit vorbereitet wird

• Klassenlehrertage in den ersten beiden Schulwochen

• gemeinsamer Ausflug aller 5. Klassen in das Natureum Niederelbe

• 1. Elternabend des 5. Jahrgangs vor den Herbstferien

• Elternsprechtag für den 5. Jahrgang nach den Herbstferien

• Rückmeldungen zu den Halbjahreszeugnissen an die Grundschulen


Eine besondere Bedeutung kommt bei dem Übergang aus den Grundschulen dem Begabungsverbund zu (siehe dazu 3.1.5.1 Begabungsverbund).

3.4.2 Sek I – Sek II

Der Übergang von der Sekundarstufe I zur Sekundarstufe II verdient besondere Beachtung, da hier die Weichen für eine erfolgreiche Arbeit in der Oberstufe gestellt werden. Daher ist es unser Ziel, die Schüler und ihre Eltern rechtzeitig und umfassend über Aufbau, Wahlmöglichkeiten und Anforderungen der Oberstufe zu informieren und sie während der Oberstufe intensiv zu betreuen.

Um ein breiteres Fächerangebot zur Wahl stellen zu können, kooperieren wir mit dem benachbarten Lichtenberg-Gymnasium. Da die Schüler in der Oberstufe gemischte Kurse besuchen, arbeiten wir bereits bei den vorbereitenden und den begleitenden Informationsveranstaltungen eng zusammen.

Fach- und Kursangebot werden in Kooperationsausschüssen, die sich aus Vertretern der Schüler, Eltern, Personalräte, Schulleitungen und Koordinatoren beider Schulen zusammensetzen, beschlossen.

Für die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs finden am AAG Informationsveranstaltungen zusammen mit Schülern aus der Qualifikationsphase statt:

• ein Informationsabend, bei dem Fachlehrer der Schwerpunktfächer und Seminarfächer in Zusammenarbeit mit Schülern aus der Qualifikationsphase die wählbaren Profile vorstellen

• die Aktion „Schüler informieren Schüler“: im Rahmen einer Schulstunde stehen Oberstufenschüler*innen den zehnten Klassen Rede und Antwort zur Oberstufe

Für interessierte Schüler besteht die Möglichkeit, am Schnupperunterricht in Informatik teilzunehmen.

3.4.3 AAG – Berufsausbildung/Studium

Wir bereiten unsere Schüler auf dem Weg zu unterschiedlichen Berufszielen vor.

3.4.3.1 Berufsorientierung

Ein Schwerpunkt am AAG ist die Berufsorientierung. Besonders wichtig ist uns die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern wie der Agentur für Arbeit, der Stadtsparkasse Cuxhaven und der AOK. Des Weiteren wird jährlich ein Berufsinformationsabend für die Schüler veranstaltet, bei dem den Schülern ermöglicht wird, sich in Einzelgesprächen über verschiedenste Berufszweige zu informieren. Hierbei werden wir von Eltern und Ehemaligen unterstützt.

(weitere Informationen: https://www.aag-cuxhaven.net/unsere-schule/berufsorientierung/)

3.4.3.2 Studienorientierung – „Uni macht Schule“

Wir bieten unseren Schülern Gelegenheit zur Studienorientierung, indem wir u.a. gemeinsam mit ihnen Hochschulinformationstage besuchen.

3.5 – Inklusion

Inklusion heißt für uns Zugehörigkeit. Wir wollen, dass jeder Schüler – mit oder ohne Behinderung – am AAG lernen und leben kann. Dafür arbeiten wir eng mit den Eltern sowie externen Beratungsstellen wie dem Mobilen Dienst, dem CuxBus und dem Jugendamt zusammen.

3.6 – Kooperationen
3.6.1 Kooperation mit dem Lichtenberg-Gymnasium

Das Lichtenberg-Gymnasium und das Amandus-Abendroth-Gymnasium kooperieren seit vielen Jahren auf verschiedenen Ebenen miteinander. Von herausragender Bedeutung für unsere beiden Schulen ist hierbei die in Niedersachsen einmalige gemeinsame Oberstufe zweier Gymnasien.

Das Kultusministerium genehmigte 1976 das „Kooperationsmodell der beiden Cuxhavener Gymnasien für die Reformierte Oberstufe“. Anfangs war das 1. Halbjahr der 11. Klasse noch das „Vorsemester“ und das 2. Halbjahr der 13. Klasse das „Prüfungssemester“. 1989 und zuletzt 2012 wurde die Kooperationsvereinbarung überarbeitet und den jeweiligen Gegebenheiten angepasst.

Ziel der Kooperation war es damals und ist es noch heute, den Schülerinnen und Schülern der Kursstufe ein optimales Angebot an Fächern und Fächerkombinationen zu bieten. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit vor allem bei der Planung im Grund- und Leistungskursbereich, Absprachen über pädagogische Inhalte, Koordinierung der Stunden- und Terminpläne und die gemeinsame Abwicklung des Prüfungsverfahrens im Abitur.

2017 wurde die Kooperation in der Oberstufe dahingehend ausgeweitet, dass beide Schulen gemeinsam neben Französisch und Latein auch Spanisch als neu einsetzende Fremdsprache ab der 11. Klasse anbieten. 2019 kam in der Qualifikationsphase das Sport-Profil als zusätzliches Angebot hinzu. Seitdem können außerdem die Fächer Musik und Kunst als mündliches Prüfungsfach (P5) gewählt werden.

3.6.2 Arbeitskreis „Schule im Dialog“

Im Rahmen der Kooperation zwischen Schule, Jugendhilfe und Polizei finden regelmäßige Treffen der Schulleitungen mit Vertretern von Jugendhilfe und Polizei statt, die dem Austausch dienen.

Durch unsere Beratungslehrerein Frau Schön sind wir im Arbeitskreis „Schule im Dialog“ vertreten. Der Arbeitskreis organisiert Angebote zur Förderung und Unterstützung von Lehrern und Schülern.

3.6.3 Stadtbücherei und Oliva Buchhandlung

Der Umgang mit Büchern soll Freude und Spaß bereiten. Aus diesem Grunde gehen wir mit unseren 5. Klassen in die Stadtbibliothek. Dort suchen sie „Leopold“ und lernen auf diese Weise spielerisch die Bibliothek kennen.

Am „Welttag des Buches“ besuchen die Fünftklässler zudem die Oliva Buchhandlung. Dort werden ihnen verschiedene Kinder- und Jugendbücher vorgestellt und vorgelesen. Gespannt hören sie zu und freuen sich, weil sie abschließend ein kleines Buch mit Geschichten erhalten.

3.6.4 Pro Familia

Im Rahmen der Gesundheitserziehung und dem dazugehörigen Sexualerziehungsunterricht besuchen die 9. Klassen für einen Vormittag die Pro Familia-Einrichtung in Cuxhaven. Dort nehmen sie an einem Workshop zum Thema Verhütung teil. Die Veranstaltung wird durch die jeweiligen Biologielehrer organisiert, erfolgt aber ohne Beisein einer Lehrperson nur durch die Mitarbeiter von Pro Familia. Die SuS können auf diese Weise ohne Hemmungen an das Thema herangehen und losgelöst von der Unterrichtssituation Fragen stellen. Die Veranstaltung ist Bestandteil des schulinternen Curriculums Biologie Sek. 1.

3.6.5. Präventionsprojekte

Eine erfolgreiche Prävention kann nur gelingen, wenn sie wirkungsvoll und nachhaltig durch ein Bündel verschiedener Maßnahmen zielgerichtet und langfristig umgesetzt wird. Daher ist für die Präventionsarbeit am AAG die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern sowie mit den Elternhäusern elementar. Hierbei richtet sich die Präventionsarbeit nicht nur allein auf gesundheitliche Aspekte, sondern sieht die Persönlichkeitsentwicklung unserer Lernenden auch im sozialen Kontext: miteinander füreinander da sein. Näheres regelt das Präventionskonzept.

3.7 – AAG als LebensRaum
3.7.1 Schulbibliothek

Die Schulbibliothek ist ein wichtiges Arbeitszentrum, das von der Schülerschaft und den Lehrkräften intensiv genutzt wird.

Unsere Schulbücherei stellt für die Schülerinnen und Schüler unterschiedlichen Alters in den Pausen und am Nachmittag zum einen Medien bereit, zum anderen aber auch Plätze für Einzel-, Gruppen- und Computerarbeit, um beispielsweise Unterrichtsinhalte zu vertiefen, Referate vorzubereiten oder zu schmökern.

Das ca. 30000 Medien umfassende Sortiment wird kontinuierlich aktualisiert; zahlreiche Werke können entliehen werden. Das Angebot der Schulbücherei steht allen Schulangehörigen kostenfrei zur Verfügung.

3.7.2 Cafeteria

Die Cafeteria versorgt seit 2012 die Schüler- und Lehrerschaft mit allem, was das Herz begehrt und erfreut sich eines großen Zuspruchs.

Das Cafeteria-Team besteht aus ehrenamtlich Tätigen, die es ermöglichen, dass der Hunger von 9:00 bis 11:45 Uhr in einer Atmosphäre, die von Freundlichkeit und Zugewandtheit geprägt ist, gestillt werden kann. Unterstützt wird das Team in den Pausen von mitarbeitenden Schülerinnen und Schülern des sechsten bis zehnten Jahrgangs. Das Engagement der Cafeteria-Eltern reicht über die Versorgung des leiblichen Wohles hinaus – sie spenden Trost, hören zu, wünschen für Klassenarbeiten Glück und tragen maßgeblich zum Wohlbefinden der Schüler- und Lehrerschaft bei.

3.7.3 Schulhofgestaltung

Der Schulhof bietet Raum für Spiel und Entspannung während der Pausen. Feste Installationen (Fußballtore, Basketballkörbe, Tischtennisplatten) animieren zu Bewegung und Sport. Bälle und Sportgeräte werden dazu in den Pausen von Schülern betreut ausgegeben. Bänke und andere Sitzgelegenheiten laden zum Ausruhen ein.

Durch die Garten-AG steht den Schülerinnen und Schülern offen, sich bei der Gestaltung ihres eigenen Umfeldes einzubringen und Engagement für eine insekten- und menschenfreundliche Umgestaltung der Grünflächen zu entwickeln. Der Schwerpunkt liegt auf insektenfreundlichen Blühpflanzen und dem Anbau von Obst und Gemüse zum eigenen Verzehr.

3.7.4 Klassenbilder

Um jeder Klasse die Möglichkeit zu geben, ihren Klassenraum individuell zu gestalten, ist es unsere Idee, von jeder Klasse ein großformatiges Bild auf einen Keilrahmen malen zu lassen, welches beim Umzug in einen neuen Klassenraum mitgenommen werden kann und so die Klasse begleitet.

Jeweils die 5. bzw. 6. Klassen setzen entweder einen Eigenentwurf oder ein Bild der klassischen Moderne mit Acrylfarben um. Beim Übergang in die Oberstufe „frei“-werdende Bilder nutzen wir, um Kurs-, Fachräume und Flure zu schmücken.

3.7.5 Aufenthaltsraum

Dieser Raum ist ein Arbeitsraum, in dem Ruhe herrscht. Spiele, Geräusche jeder Art u. ä. sind verboten. Die Schülerinnen und Schüler sind für die Einhaltung der Regeln und für die Sauberkeit selbst verantwortlich.

Der Raum steht folgenden Schülerinnen und Schülern zur Verfügung:

– Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 9 – 13

– Schülerinnen und Schülern, die nach Unterrichtsschluss auf ihren Bus bzw. ihren Zug warten

– Schülerinnen und Schülern, die eine Freistunde haben

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 – 8 verlassen in beiden großen Pausen den Raum.

3.7.6 Aula

Die Aula kann dank ihrer flexiblen Bestuhlung als Klausur- und Veranstaltungsraum genutzt werden. Darüber hinaus kann sie über das Modul „Buchungen“ bei IServ für unterrichtliche Zwecke reserviert werden. Als Klausurraum ist die Aula den vier- bis sechsstündigen Oberstufenklausuren und Abiturprüfungen vorbehalten.

Schulische Veranstaltungen und Veranstaltungen außerschulischer Partner sind bei der Schulleitung anzumelden und mit Herrn Lunemann und Herrn Solf abzustimmen. Jeweils zu Schuljahresbeginn wird ein Umbauplan erstellt, der eine effiziente Aulanutzung gewährleisten soll. Der Plan hängt im Sekretariat aus. Außerdem werden langfristig geplante Umbauten im IServ-Kalender eingetragen.

3.7.7 Gestaltung des Schulgebäudes

Neben dem Aufenthaltsraum und der Cafeteria steht den Schülerinnen und Schülern im Schulgebäude die Pausenhalle als Aufenthaltszone zur Verfügung. Da aufgrund der individualisierten Stundenpläne ab Jahrgang 11 größere Nachfrage nach Arbeits- und Aufenthaltszonen für anfallende Freistunden besteht, sollen die zur Verfügung stehenden Flächen noch besser an die Bedürfnisse der Schüler angepasst werden bzw. die Pausenhalle zum Schulhof hin erweitert werden.

Seit vielen Jahren wird das Schulgebäude auch als Ausstellungsort für kreative und originelle Ergebnisse des Unterrichts und des AG-Bereichs genutzt. So dienen die Schaukästen im Hauptgebäude neben der Präsentation erfolgreicher Teilnahmen an Wettbewerben beispielsweise auch, um Impressionen der Austauschfahrten zu überbringen oder dreidimensionale Unterrichtsergebnisse auszustellen. Im naturwissenschaftlichen Trakt lassen die Vitrinen unter anderem Einblicke in die Erkenntnisse der Forscher-AG oder der Seminararbeiten der Oberstufenschüler zu. Die vielseitigen Kunstwerke aus dem Kunstunterricht können in den Treppenhäusern des Hauptgebäudes bestaunt werden.

3.7.7.1 Aquarien

Im Verbindungsgang zwischen dem Hauptgebäude und dem Neubau des AAG können zwei große Schauaquarien bestaunt werden, in denen verschiedene bunte Fischarten schwimmen. Die Aquarien werden von der Aquarien-AG betreut, die im Raum hinter den Becken ihren Arbeitsraum hat. Die AG trifft sich in den großen Pausen, um die Fische zu füttern und die Ausrüstung zu warten.

3.7.7.2 Fotowand

In der zweiten Etage des Hauptgebäudes unserer Schule befindet sich eine umfangreiche Fotosammlung unserer ehemaligen Schüler, Direktoren, Lehrer und Abiturjahrgänge. Die gerahmten Fotos als Zeitzeugnisse reichen zurück bis ins Jahr 1893.

Viele der ernst blickenden Absolventen lassen den Stolz erkennen, mit dem sie die „Höhere Staatsschule“ verlassen und einige Namen prägten tatsächlich das gesellschaftliche oder politische Leben Cuxhavens nachhaltig.

Aber leider kann man auch einige Namen der Abiturienten der Kriegsjahrgänge auf den Erinnerungstafeln für die gefallenen Mitschüler in der Aula wiederfinden.

Über viele Jahre hinweg wurde durch den Verein der Ehemaligen, Freunde und Förderer unserer Schule die Sammlung erweitert, wurden neue Rahmen finanziert und durch die Kunsterzieher sortiert und gerahmt.

So ist der Flur zu unserem jährlich stattfindenden Ehemaligentag immer wieder Anlaufpunkt zum gemeinsamen Lachen wie auch zum Gedenken, denn nicht selten werden an diesem Tag Blumen an die Bilder gesteckt.

Seit unserem 200-jährigen Schuljubiläum gibt es auch eine sehenswerte Bilderchronik der baulichen Entwicklung unserer Schule von der Bürgerschule aus dem Jahr 1830/31 über die Einweihung des jetzigen Hauptgebäudes 1893 bis in die heutige Zeit.

3.8 – Schulleben
3.8.1 offene Ganztagsschule/ Ganztagskonzept

Mit Beginn des Schuljahres 2012/13 hat das Amandus-Abendroth-Gymnasium seine Arbeit als Ganztagsschule aufgenommen. Das offene Ganztagsprogramm, wie es am AAG durchgeführt wird, verfolgt die Idee, dass die Kinder an bis zu vier Nachmittagen bis 15.25 Uhr an der Schule betreut werden. Diese vier Nachmittage können entweder durch Pflichtunterricht oder auch durch Angebote aus dem Ganztagsbereich abgedeckt werden. Die Kinder verbringen auch die Mittagspause in der Schule und können das Speisenangebot der Mensa in der Realschule wahrnehmen.

Ziel für uns als Schule ist es, nicht nur eine verlässliche Nachmittagsbetreuung anzubieten, sondern unseren Schülerinnen und Schülern ihren Vorlieben und Begabungen entsprechend über den Unterricht hinaus zu fördern und zu fordern.

Die Betreuung findet durch Lehrer und weitere Mitarbeiter statt und setzt sich aus verschiedenen Angeboten zusammen. Täglich ist die Möglichkeit geboten, unter Betreuung seine Hausaufgaben zu erledigen und an längerfristigen Projekten individuell zu arbeiten; zahlreiche AGs eröffnen ein breit gefächertes, betreutes Nachmittagsangebot, das Raum für die persönliche Entfaltung den eigenen Bedürfnissen entsprechend ermöglicht.

3.8.2 Internationale Kontakte
3.8.2.1 Austauschfahrten

Frankreichaustausch
Unsere Schule führt mit den Schülern der 8./9. Klassen, die Französisch als 2. Fremdsprache gewählt haben, Schüleraustauschprojekte mit dem Collège St. Marie in Elven bei Vannes und dem Collège Le Sacré-Cœur in Vannes durch. Die 10-tägige Begegnung mit den französischen Schülern und deren Familien und der Besuch der Austauschpartner in Cuxhaven ist für jeden Teilnehmer eine echte Bereicherung seines Schulalltags und führt in vielen Fällen zu intensiven langjährigen Freundschaften, die auch über die Schulzeit hinaus Bestand haben.

Diese engen Kontakte können auch den Schülern mit Französisch als 3. Fremdsprache zu Gute kommen.

Die engen Partnerschaften zwischen Cuxhaven und Vannes sowie den kleineren Gemeinden Altenbruch – Sulniac, Lüdingworth – Elven, Sahlenburg – Theix, Altenwalde – St. Avé können durch den Schulaustausch unterstützt und weitergeführt werden.

Auf Basis der Partnerschaft Lüdingworth-Elven wurde ein musikalischer Austausch zwischen den Sunset Chords und der Musicalgruppe von Familie Girard initiiert.

Indienaustausch

Seit 2008 besteht eine Schulpartnerschaft mit den beiden indischen Schulen Birla High School for Boys und Sushila Birla Girls School in Kalkutta. Seit 2013 führen wir ca. alle zwei Jahre einen Schüleraustausch durch, bei dem eine Gruppe unserer Schüler für zwei Wochen die indischen Schüler besucht und anschließend für zwei Wochen den Gegenbesuch empfängt. Ziel dieses Austauschprojektes ist nicht nur der kulturelle Austausch, sondern auch die Teilnahme an fächerübergreifendem Projektunterricht, bei dem Probleme unserer Zeit (Klimawandel, Artensterben, Ressourcenknappheit) mit vielfältigen wissenschaftlichen Methoden erarbeitet werden. Seit 2016 steht das Problem „Ressource Wasser“ im Vordergrund, sodass sich eine enge Verzahnung mit den Zielen der MINT-Förderung (siehe 3.1.5.4) ergibt. Der Austausch wird alle zwei Jahre für die Klassen 10 und 11 angeboten. Voraussetzung ist eine vorausgehende einjährige Teilnahme an der vorbereitenden AG sowie anschließenden AG-Treffen zur Nachbereitung. Möglich wird dieser Austausch durch Sponsoren- und Fördergelder des Pädagogischen Austauschdienstes, die für jeden Austausch erneut eingeworben werden müssen.

(Weitere Informationen: https://aag-cuxhaven.de/indien-projekt-no-water-no-life-no-water-no-peace/)

Island-Austausch
2016 wurde zwischen dem Amandus-Orchester und Tonlisterskoli (Musikschule) in Hafnarfjördur (Island), der Partnerstadt Cuxhavens, ein Austausch initiiert. Ziel dieses Austausches ist neben dem Musizieren die gemeinsame Erarbeitung von Stücken in einem Komponier- u. Arrangierprojekt, die bei Konzerten vorgestellt werden.

Diese Form der Zusammenarbeit mit der isländischen Musikschule soll dauerhaft ihren Platz in unserem Schulleben finden.

Italien-Austausch
Seit 2003 führen wir jährlich mit unseren Lateinschülern der 9. Klasse einen Austausch mit unserer Partnerschule Liceo Classico e Linguistico Carlo Alberto, Novara durch. Unsere Schüler fahren im Herbst nach Novara, der Gegenbesuch erfolgt dann im Frühjahr. Die Schüler wohnen jeweils eine Woche in den jeweiligen Gastfamilien, verständigen sich auf Englisch und Deutsch, besuchen gemeinsam die Schule in Cuxhaven und Novara und lernen Land und Leute sowie kulturelle Highlights der Region kennen. Da diese Partnerschaft schon seit etlichen Jahren besteht, sind zwischen den verantwortlichen Lehrkräften beider Länder enge freundschaftliche Verbindungen gewachsen, von denen die Schüler profitieren.

(Weitere Informationen: https://www.aag-cuxhaven.net/unsere-schule/schulpartnerschaften/austausch-novara/)

3.8.2.2 Erasmus+

Im Projekt “no water- no live, no water – no peace” sind neben dem AAG Schulen aus Portugal, Italien, Norwegen und der Türkei vertreten.

Zum ersten Mal wird es in diesem Projekt neben den einwöchigen Projekttreffen auch Langzeitmobilitäten geben, d.h. Schüler/innen des AAG können acht Wochen an einer der Partnerschulen verbringen. Interessierte Schüler/innen der 9. Und 10. Klassen können über die AG „Club Europe“ (mittwochs 7./8. Stunde – Klassenraum der 10b) an dem Projekt teilnehmen.

3.8.3 Vereinigung Ehemaliger, Freunde und Förderer der Höheren Staatsschule e.V.

Die Vereinigung der Ehemaligen, Freunde und Förderer zählt derzeit etwas über 1000 Mitglieder. Der Zweck des Vereins ist es, die pädagogische Arbeit am Gymnasium ideell und materiell zu fördern.

(Weitere Informationen: https://www.aag-cuxhaven.net/ vereinigung-ehemaliger-freunde-und-förderer/)

3.8.4 Veranstaltungen
3.8.4.1 Musikalische Akzente

Musik spielt an unserer Schule eine bedeutende Rolle. Dementsprechend groß ist die Anzahl der Ensembles, die sich zu verschiedenen Anlässen über das ganze Schuljahr hinweg präsentieren:

Die „Sunset Chords“ sind der Chor des AAGs. Schüler aller Klassenstufen, die Spaß am gemeinsamen Singen und Musizieren haben, proben wöchentlich einen bunten Mix von Rock, Pop und Klassikern.

Im „Amandus-Orchester“ spielen die Streicher und Bläser der Musikklassen gemeinsam mit anderen musikinteressierten Schülern Arrangements aus Popularmusik, Filmmusik und Klassik.

Die Schulband „Triple Stripe“ ist offen für bandinteressierte Schüler ab dem 7. Schuljahr und bringt aktuelle Hits auf die Bühne.

Die „Juniorband“ ist eine AG für Schüler ab der 5. Klasse. Hier werden Spieltechniken typischer Bandinstrumente erlernt. Die „Juniorband“ ist das Nachwuchsensemble für die Schulband „Triple Stripe“.

Die Cello-AG besteht aus Teilnehmern der Musikklassen und AG-Teilnehmern aller Jahrgänge. Zum größten Teil werden Spontanimprovisationen nach bestimmten musikalischen Parametern betrieben.

Die „Amandus-Singers“ sind unser Lehrerchor, der an der Gestaltung von Schulfeiern mitwirkt.

Unsere Ensembles bringen unsere Schule zum Klingen: So wecken sie zum Beispiel in der Adventszeit musikalisch die Vorfreude auf das Weihnachtsfest, gestalten das Lions Konzert, den Tag der Ehemaligen, das Sommerfest, die Entlassungsfeier der Abiturienten und die Begrüßung der neuen fünften Klassen mit.

Eine beliebte Tradition von Chor und Orchester ist die „Große Musikfahrt“: Chor und Orchester besuchen jährlich im Herbst gemeinsam zum intensiven Proben für einige Tage eine Jugendherberge der Umgebung. Aber auch sonst kommen unsere jungen Musiker herum – etwa beim Austausch mit einem isländischen Orchester und einer französischen Musikschule.

(Weitere Informationen: https://www.aag-cuxhaven.net/unsere schule/arbeitsgemeinschaften)

3.8.4.2 Weitere Veranstaltungen

Poetry Slam
Ein Poetry Slam ist ein moderner Dichterwettstreit, bei dem Jung und Alt die Möglichkeit erhält, Gefühle und Gedanken mit Worten auszudrücken. Der Vortrag dieser Texte wird durch eine performative Vortragsweise unterstützt. Innerhalb eines gesetzten Zeitlimits dürfen ausschließlich eigene Texte ohne Requisiten vorgetragen werden, wobei das Publikum anschließend jeden Beitrag bewertet.

Genau diese Art von Wettstreit fand auch bei uns am AAG bereits mehrfach erfolgreich statt. Organisiert wurde er jeweils durch das Seminarfach im sprachlichen Profil unter der Leitung von Martina Ondrej. Eine erneute Wiederholung ist in Planung.

3.8.5 AAG als Biosphärenschule

Das AAG hat im Februar 2019 das Schullabel „Biosphärenschule“, das von der Nationalparkverwaltung „Niedersächsisches Wattenmeer“ vergeben wird, erhalten. Dabei war das AAG eine von fünf Pilotschulen, die in Niedersachsen ausgezeichnet wurden und im Rahmen einer einjährigen Pilotphase an der Label-Gestaltung mitgewirkt haben.

Ausgezeichnet mit dem Biosphärenschulen-Label werden Schulen, die sich in besonderem Maße mit der Wattenmeerregion, den Themen und Zielen des Großschutzgebiets und dem Konzept der nachhaltigen Entwicklung auseinandersetzen. Letztlich sollen alle Schülerinnen und Schüler die Biosphärenschulen-Idee verinnerlichen und sich als Multiplikatoren für ein nachhaltiges Miteinander von Natur und Mensch in dieser Region stark machen.

Wir als AAG engagieren uns für diese Auszeichnung aufgrund der Lage unserer Schule am Nationalpark bzw. im Biosphärenreservat Niedersächsisches Wattenmeer. Darüber hinaus ist die inhaltliche Umsetzung eng verzahnt ist mit den Maßnahmen unseres MINT-Förderkonzepts zum Schwerpunktthema „Wasser“.

Am AAG wurde hierzu ein umfassendes schuleigenes Biosphärenschulen-Konzept entworfen, das Maßnahmen und Aktivitäten sowohl im regulären Unterricht als auch extracurriculär enthält, die eine Vielzahl unterschiedlicher Fächer und Klassenstufen sowie eine große Bandbreite außerschulischer Lernorte umfassen. Alle Aktivitäten, die sich mit Naturschutz, Tierschutz, Klimaschutz und / oder Kulturschutz beschäftigen, sind dabei dem Biosphärenschulen-Konzept zuzuordnen.

4 – Evaluation und Fortschreibung des Schulprogramms
4.1 – Steuergruppe

Die Steuergruppe lenkt und koordiniert alle Arbeitsprojekte, die im Zusammenhang mit der schulischen Qualitätsentwicklung entstehen. Sie setzt sich zusammen aus einem Mitglied der Schulleitung und drei weiteren Lehrern, dazu zwei Elternvertretern, einem Schüler sowie einer pädagogischen Mitarbeiterin. Jedes Mitglied unserer Schulgemeinschaft kann Ideen zu gewünschten Entwicklungsprozessen in die Steuergruppe einbringen, über deren Umsetzung dann der Schulvorstand entscheidet.

Auch die Fortschreibung des Schulprogramms fällt in den Verantwortungsbereich der Steuergruppe.