Aktuelles Projekt seit 2018:
„No water, no life – no water, no peace“

Astronomen, die auf der Suche nach Leben auf anderen Planeten sind, suchen in der Regel nach Wasser. Wasser im flüssigen Zustand bildet die Grundlage für alles Leben auf unserer Erde. Obwohl 2/3 der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt sind, stehen nur 2,5 % als Süßwasser und nur 1/3 davon als potenzielles Trinkwasser zur Verfügung. Auf der Weltwasserwoche 2017 wurde hervorgehoben, dass 770 – 880 Millionen Menschen auf der Welt keinen keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser haben. Im Dezember 2017 startete die katholische Organisation ihren jährlichen Spendenaufruf auch unter dem Thema „Kein Leben ohne Wasser“. Zudem soll die internationale Lösung des Trinkwasserproblems grundlegend für den zukünftigen Weltfrieden werden. [Symposien der Weltwasserwoche, 2017]. Der Anstieg des Meeresspiegels ist heute zwar noch nicht unmittelbar sichtbar, aber auch der Klimawandel geht Überschwemmungen auf der ganzen Welt einher, die Häuser und Infrastrukturen zerstören. „So viel Wasser und nichts zu trinken“, zitiert ein Sprecher des World Water Week Symposium mit dem Zitat einer betroffenen Person. Die betroffenen Regionen müssen von Hilfsorganisationen mit Wasser in Flaschen versorgt werden. Die Folge: Eine steigende Menge an Plastikflaschen, um ein weiteresaktuelles globales Problem, nämlich die Plastikverschmutzung der Meere.

Und dann kam alles andes…

Zunächst kam es jedoch kurz nach der Genehmigung des Projekts zu einer einschneidenden Veränderung, da die britische Partnerschule sich u.a. wegen des Brexits aus dem Projekt zurückgezogen hatte. Dank der guten Zusammenarbeit mit den anderen Partnerschulen konnte jedoch eine unkomplizierte Lösung gefunden werden, die Themen „Wasser und Wirtschaft“ und „Wasser und Weltfrieden“ neu zu verteilen. Das Thema „Wasser und Wirtschaft“ soll während der Mobilität in Portugal vertieft werden, da es gut zum Hauptthema „Wasser und Tourismus“, z.B. wenn man den Kreuzfahrttourismus betrachtet. Das Thema „Wasser und Weltfrieden“ während der Mobilität in Italien zusammen mit dem Thema „Wasser in Musik, Kunst und Literatur“ vertieft werden.Hier kam es zu einer weiteren einschneidenden Veränderung in diesem Projekt: Die Coronavirus-Pandemie führte zur Beendigung der Langzeitmobilität in Italien (die deutschen und norwegischen Partner der PA hatten Ende Januar insgesamt 5 Schüler/innen nach Padua gebracht, damit sie für 2 bis 6 Monate an der italienischen Partnerschule am Projekt arbeiten konnten). Am 10. und 11. März wurden die Schüler wieder nach Hause geflogen, nachdem Padua und Venedig zur roten Zone erklärt worden waren. Auch die geplante Lern- und Trainingsaktivität mit 40 Schüler/innen in Padua Ende März musste ebenfalls abgesagt werden.

Wie vieles in dieser Zeit wurde auch unser Projekt Projekt in den virtuellen Raum verlagert. So arbeiteten wir gemeinsam weiter an dem Thema im virtuellen Klassenzimmer (Twinspace) der europäischen Platform eTwinning und organisierten Expertengespräche, die in Videokonferenzen stattfanden udn finden. Unsere Schule hat den ersten Online Expert Talk organisiert und durchgeführt. Herr Ingo Sasgen vom Alfred Wegener Institut hatte sich bereit erklärt, einen 30min Vortrag zum Thema Klimawandel zu geben. Gemeinsam mit unserer Schule wurden dafür vier Leitfragen aufgestellt: Wie ist hat sich das Klima bis jetzt entwickelt und wie wird es weiter gehen? Wie wird der Klimawandel erforscht? Inwieweit sind die Partnerregionen betroffen? Wie sieht es mit unserer persönlichen Klimabilanz aus und was können wir tun um diese zu verbessern? Herr Sasgen hat dies sehr anschaulichaufgearbeitet und mit vielen Fotos und Videos z.B. vom Forschungsschiff Polarstern und der Polarstation präsentiert. Auch das anschließende Kahoot Spiel wurde gemeinsam mit dem Experten entwickelt. Des weiteren haben wir uns nach den Expertengesrächen der anderen Länder auch mit deren Themen beschäftigt und untersucht, in wieweit die vorgetragenen Themen sich in unserer Region widerspiegeln: z.B. Welchen chemischen Belastungen ist unser Wasser besonders ausgesetzt? Kann man Energie aus dem Tidenhub der Nordsee gewinnen? Warum findet man relativ wenig Plastikmüll an unseren Stränden?Pandemie bedingt konnten die meisten Mobilitäten nicht stattfinden – so wurden die Fahrten mit Schülern nach Italien (März 2020), in die Türkei (Sept. 2020) und Portugal (März 2021) abgesagt. Lediglich das Lehrertreffen im September 2019 hat stattgefunden. Eine Langzeitmobilität mit drei deutschen und zwei norwegischen Schüler/innen in Italienwurde abgebrochen, die anderen fanden nicht statt. Da Lehrkräfte, wenn sie nun geimpft sind, nach den Sommerferien wieder an Aktivitäten teilnehmen, wurden folgende Änderungen vorgenommen:Ausbildungs- und Lernaktivität in Norwegen im September soll statt mit Schüler/innen als Treffen der Lehrkräfte für ier Arbeitstage mit einer Fortbildung im BereichVerschmutzung der Meere durch Plastik / Mikroplastik stattfinden.Das Fortbildungstreffen für Lehrkräfte im Mai 2022 in Straßburg soll statt als Treffen der Lehrer/innen nun mit möglichst vielen Schüler/innen aus allen beteiligten Schulen stattfinden. Es soll dort verschiedene gemeinsame Aktivitäten rund um das Thema Wasser und die EU (z.B. EU Planspiel Wassergesetzgebung, Stationen zu den verschiedenen Expertenthemen der Projektländer (Wasser und Kultur, Wasser und Wirtschaft, Wasserverschmutzung, Virtuelles Wasser, Energie aus Wasser gewinnen, Wasser und Weltfrieden) geben. Diese Mobilität soll 5 – 7 Arbeitstage dauernund jede Schule bringt ca. 20 – 30 Schüler/innen und zwei bis drei Lehrkräfte mit.Zum Abschluss des Projektes soll es noch ein Fortbildungstreffen für Lehrkräfte in Portugal geben bei dem das Thema Wasser und Tourismus eine tragende Rolle spielen soll, da alle teilnehmenden Partnerstädte stark vom Tourismus abhängige Regionen sind. Folgende Leitthemen sollen eine Rolle spielen: Welche positiven und negativen Auswirkungen hat der (Massen-)Tourismus auf die Ressource Wasser? Welche Maßnahmen wurden bereits ergriffen (z.B. Verbot der Einfahrt von Kreuzfahrtschiffen in die Lagune von Venedig)? Haben die Lockdowns die Wasserqualität und die Verschmutzung der Meere verändert? Welche Veränderungen sind unabdingbar notwendig, um den Lebensraum und die Ressource Wasser zu schützen.Das Projekt endet nach 36 Monaten im Juli 2022.

„Ich würde das auf jeden Fall noch mal machen“

Auf der Webseite des Pädagogischen Austauschdienst wird über den Abbruch des Langzeitaustausches unserer Schüler/in berichtet:

Ich würde das auf jeden Fall noch mal machen“

Akkreditierung –
Unsere Zukunftspläne

Um diese wichtige und facettenreiche Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, haben sich sechs Schulen, die sich an verschiedenen Meeren und Gewässern und in unterchiedlichen Regionen Europas befinden, zusammengetan. Das Projekt besteht aus verschiedenen Modulen, wobei sich jede Schule auf ein Thema spezialisiert und so zu einem Experten und Mutliplikator in diesem Bereich wird. Während der Mobilitäten werden sich die Aktivitäten auf dieses Thema fokusieren und nach den Mobilitäten führt jede Schule einen Folgekurs durch und vergleicht die Ergebnisse mit der Situation in ihrem eigenen Land.Die Expertengruppen setzen sich wie folgt zusammen: Deutschland – Klimawandel und virtuelles Wasser, Italien – Wasser in Kunst und Literatur, Türkei – Energie, die aus Wasser gewonnen wird, Wasserreinigung,Portugal – Wasser und Tourismus, Vereinigtes Königreich – Wasser und Wirtschaft,die Bedeutung des Wassers für den Frieden auf der Erde, Norwegen – Mikroplastik im Meer und an der Küste.Außerdem analysiert jede Schule jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst Wasserproben aus ihrem eigenen Gebiet nach vereinbarten Methodenund stellt die Ergebnisse in eine Datenbank, die von Schüler/innen des 11. Jahrgangs im Rahen einer Projektarbeit im Informatikunterricht entwickelt wurde, ein. So können wir am Ende des Projekts feststellen, ob ob es eine Veränderung gegeben hat – zum Besseren oder zum Schlechteren – und ob die von den Regierungen angesetzten Maßnahmen funktionieren. Außerdem werden in verschiedenen Phasen des Projekts Umfragen konzipiert und durchgeführt, bei denen die Einwohner der Städte befragt werden. Mit der Auswertung dieser Umfragen wollen wir herausfinden, ob sich das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer nachhaltigen Wassernutzung in den drei Jahren des Projekts verändert hat und ob Kampagnen Erfolg zeigen oder nicht. Wir möchten auch, dass die Schüler/innen ihre eigenen eigene Kampagnen starten, um das Bewusstsein ihrer Mitschüler/innen und der breiteren Öffentlichkeit zu schärfen (Website, Blog, Social-Media-Challenge, Petition, Gestaltung und Herstellung von Coffee-to-go-Bechern, Gestaltung von Ediketten für lokale Unternehmen, die abgefülltes Wasser herstellen, … – je nach den eigenen Ideen der Schüler/innen).

Im Rahmen der neuen Programmgeneration Erasmus+ 2021 – 2027 hat sich das Amandus-Abendroth-Gymnsium akkreditieren lassen und kann nun in vereinfachter Form Mittel für Schüleraktivitäten mit europäischen Partnern und für Lehrerfortbildungen im europäischen Ausland abrufen. In unserem Antrag haben wir unsere Schwerpunkte auf folgende Bereiche gelegt:

-Förderung der Digitalisierung und den Umgang mit neuen Medien Förderungs des Umweltbewußtsein mit besonderem Fokus auf die Biosphäre Wattenmeer

-Förderung der Fremdsprachenkompetenzen von Schüler/innen und Lehrer/innen

-Förderung des musischen Profils durch gemeinsame Projekte (Orchester / Chor)

-Festigung der Städtepartnerschaften mit Hafnarfjörður, Island und Vannes, Frankreich

Was ist ERASMUS+?

Förderprogramm der EU für Austauschprojekte:

Unser neues Projekt seit 2021:     „Living by the sea“

Das Projekt „Living by the Sea“ hat zum Ziel, die Städtepartnerschaft zwischen der deutschen Küstenstadt Cuxhaven an der Nordsee und der französischen Küstenstadt Vannes am Atlantik auf eine breitere Basis zu stellen, indem Jugendliche im Alter von 15/16 Jahren an internationale Projektarbeit herangeführt werden. Sie nehmen an verschiedenen Aktivitäten rund um das Thema teil und erforschen ihren eigenen Lebensraum und den ihrer Partner mit besonderem Augenmerk auf Themen, die für unsere Umwelt wichtig sind: die beiden Meere als Lebensraum kennen lernen, Klimawandel und Meeresverschmutzung und deren Folgen in unserer unmittelbarer Nähe erforschen und mögliche eigene Handlungsstrategien z.B. zu verantwortungsvollen Konsum entwickeln, das Leben auf den Inseln mit dem Leben auf dem Festland verlgeichen, Corona und die Folgen für touristisch geprägte Gebiete im wirtschaftlichen Sinne analysieren und Möglichkeiten für nachhaltigen Tourismus erarbeiten. Die Mehrheit der Einwohner beider Städte lebt vom Tourismus oder arbeitet einem anderen Beruf, der mit den oben genannten Themen in Verbindung steht.

Ziele des Projekts

Das Projekt verfolgt verschiedene Ziele: ein größeres Bewusstsein für das eigene Lebensumfeld zu schaffen und mögliche Änderungen in eigenen Verhaltensweisen zu erkennen, die zur Erhaltung der Umwelt beitragen können. Darüber hinaus sollen die Sprachkenntnisse, die interkulturellen Kompetenzen und die technischen Fähigkeitenaller Teilnehmer/innen verbessert und gefestigt werden.

Erste Projektaktivitäten

Durch die Pandemie läuft das auch dieses Projekt leider nicht wie geplant. Die angedachten Mobilitäten konnten noch gar nicht stattfinden. Wir führen ein kleineres Projekt auf eTwinning durch, aber auch hier können Aktivitäten, wie z.B. Umfragen in den Städten nicht wie geplant durchgeführt werden. Dennoch stehen beide Partnerschulen im engen Kontakt und hoffen doch noch erste Begegnungen mit Schüler/innen durchführen zu können. Das Projekt wurde bis Juli 2023 verlängert.